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Sammlungen Freilichtmuseum Finsterau

Ein klassisches Rosswagl

Was früher Rosswagl hieß, würde man heute wohl Pickup nennen.

RosswaglAuf dem kleinen Leiterwagen, der gewöhnlich einspännig gefahren wurde, war auf einer losen Bank Platz für zwei oder drei Leute, dahinter war genug Ladefläche für Marktwaren oder kleine Geräte. Manche sagten auch „Schmiedwagl“, denn für eine Fahrt zum Dorfschmied wegen irgend einer Reparatur oder zum Nachschärfen eines Werkzeugs gab es immer Grund – und das war Anlass beim Dorfwirt vorbeizuschauen.

Die meisten Bauern hatten keine Kutsche, ein Gäuwagl oder eine Chaise mit Verdeck. So ein Rosswagl war vielseitig einsetzbar. Es war besonders leicht gebaut und in den Details auch etwas schmuckvoller ausgearbeitet, als ein ordinärer großer Leiterwagen, der zum Heueinfahren genutzt wurde.

RoßwagenDas historische Photo aus Fürsteneck im Bayerischen Wald zeigt den Bauern mit seinem alten Baumann. Die Zügel hielt natürlich der Bauer selbst. Was sich auf der „Bruck“ unter der Plane geschützt und versteckt befand, das wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben.

Das Freilichtmuseum Finsterau besitzt ein gut erhaltenes Rosswagl aus dem Bestand des Petzi-Hofs.

 

 

Inventar-Nr.: F 4386

Text: Martin Ortmeier; Photos: Bildarchiv Freilichtmuseum Finsterau, Kurt Gibis


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