Knusper, knusper, Knäuschen
Lebkuchen backen und verzieren
Wenn der Duft von Honig, Gewürzen und frisch gebackenem Teig durch die historischen Höfe zieht, beginnt im Freilichtmuseum Finsterau die Vorweihnachtszeit auf besonders genussvolle Weise: Am 5. November 2026 von 11 bis 14 Uhr können Kinder ab sechs Jahren beim Ferienprogramm „Knusper, knusper, Knäuschen – Lebkuchen backen und verzieren“ selbst zu kleinen Bäckerinnen und Bäckern werden.
Im Bayerischen Wald war das Backen von Lebkuchen eng mit der Jahreszeit verbunden. Honig spielte eine wichtige Rolle, denn Rübenzucker setzte sich erst im 19. Jahrhundert langsam durch. Viele Höfe hielten eigene Bienen. Der Honig wurde nicht nur als Brotaufstrich genutzt, sondern auch zum Süßen von Festtagsgebäck. Gewürze wie Zimt, Nelken oder Kardamom waren wertvoll und wurden auf Märkten gekauft. Weil sie teuer waren, kamen sie nur in besondere Backwaren – Lebkuchen gehörte dazu.
Der Teig wurde oft schon Tage vor dem Backen vorbereitet. Er musste ruhen, damit sich die Aromen verbinden konnten. Gebacken wurde im Holzofen. Dafür brauchte es Erfahrung: War der Ofen zu heiß, verbrannten die Lebkuchen; war er zu kalt, blieben sie hart und zäh. Kinder halfen früher beim Ausstechen der Formen oder beim Verzieren mit Nüssen und Zuckerguss, wenn es welchen gab.
An diese alte Tradition knüpft das Ferienprogramm an. Die Kinder lernen, welche Zutaten früher verwendet wurden und warum manche davon etwas Besonderes waren. Anschließend rühren sie ihren eigenen Teig an, stechen Formen aus und verzieren die fertigen Lebkuchen nach eigenen Ideen. Dabei wird spürbar, wie viel Handarbeit in jedem Stück steckt.
Am Ende dürfen die Kinder ihre selbstgebackenen Lebkuchen mit nach Hause nehmen.
Für Kinder ab 6 Jahren!
Kosten: 8 €
