Leben im Freilichtmuseum Massing

Leben im und am Wasser

Der Dorfweiher als wichtiger Bestandteil im Leben eines Dorfes.

Leben im und am WasserEin Dorfweiher, wie der unterhalb des Schusteröderhofes, ist nicht nur eine Augenweide, er war ein wichtiger Bestandteil im Leben eines jeden Dorfes. Hier wurde das Vieh getränkt, der Flachs gewässert und die Wäsche gewaschen. Der Gänsehirte weidete hier seine Tiere und trieb sie auch ins Wasser. Der Dorfweiher war sogar eine behördliche Auflage, da man hier bei Bränden das Löschwasser holen konnte.

Heute lädt der Massinger Dorfweiher zum Füße-baumeln-Lassen und zum Genießen ein, denn der sichere Steg und der flache Zugang ermöglichen eine unmittelbare Begegnung mit dem Wasser und der umgebenden Natur. Im Jahresverlauf sind beim Keschern beispielsweise immer wieder andere „Wasser-Kleintiere“ im Weiher zu finden. Haben Sie sLeben im und am Wasserchon mal Bachflohkrebse, Rückenschwimmer, Egel, Spitzschlammschnecken oder unterschiedliche Libellenlarven gesehen?

Für Schulklassen ergibt sich die Gelegenheit, allein oder in Begleitung von Natur- bzw. Kräuterpädagogen an lehrplanorientierten Aktionen zum Thema „Wasser“ teilzunehmen (Jahrgangsstufen 4 an Grundschulen, 6 und 8 an Realschulen, 7 und 8 an Gymnasien). Auch Lehrerfortbildungen werden durchgeführt.

Beispiel: Stillgewässeruntersuchung
Dauer der Aktion: ca. 2,5 – 3 Stunden, in Absprache mit der Lehrkraft

Generelle Fragen:
Woher kommt das Wasser im Teich? Welchen Nutzen hatte und hat solch ein Dorfweiher für die Menschen?
Die Sinne werden geschärft, wenn man mit diesen Fragen im Kopf einfach nur am Weiher sitzt und in Stille die Umgebung beobachtet.

Detaillierte Fragen:

  • Welche Pflanzen rund um den Teich blühen gerade? (Vegetation verändert sich im Laufe der Jahreszeit)
  • Welche Insekten sind in der Nähe des Teiches zu sehen? Können Frösche gehört oder gesehen werden? Ist ein Fisch zu entdecken?
  • Sind weitere Tiere zu sehen und was tun sie? (Enten im Wasser sowie Kleiber und Spechte in den Weiden rund um den Teich. Die Vögel bauen im Frühjahr ihre Bruthöhlen in den Bäumen und füttern später im Jahr ihre Jungen.)
  • Gibt es weiteres Leben im Wasser, das wir vom Ufer aus nicht sehen können?
  • Mit Keschern ausgerüstet (25 Stück sind vorhanden) werden die Schüler angeleitet, ca. 15 Min. das Leben im Teich zu erforschen. Kleinlebewesen werden einzeln in Becherlupen gegeben (unter Anleitung, ohne die Tierchen zu verletzen), um sie genau zu beobachten. Anhand mitgebrachter Materialien können die Schüler selbst bestimmen, welche Kleintiere sie vor sich haben.
  • Der Naturpädagoge gibt Erläuterungen zu biologischen Eigenschaften und zur Lebensweise der Tiere; Nahrungsketten bis hin zum Menschen werden vermittelt.
  • Das Programm wird altersstufengerecht angepasst und bearbeitet.