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  • Mythen und Geschichten von Bäumen

    Allee im FreilichtmuseumTiere und Pflanzen sind in der Mythologie seit alters her geheimnisumwoben. Zahlreiche Geschichten und Kulthandlungen ranken sich um sie. Was es mit den Bäumen im Freilichtmuseum Massing auf sich hat, erzählt Christa Knäulein am 17. September.

    Die Eiche beispielsweise ist allseits als der germanische Baum schlechthin bekannt, da sie von diesem Volksstamm als heilig verehrt wurde. Erst Bonifatius setzte dem ein Ende, als er die Donareiche, ein besonderes Heiligtum, im Zuge der Christianisierung fällte. Das Wort „Druide“ leitet sich möglicherweise vom griechischen Namen des Baumes ab – und wie wichtig Eichen für Druiden sind, ist dank Asterix allseits bekannt.
    Auch die Esche ist in unseren Breiten ein gewöhnlicher Baum. Die nordische Mythologie aber kennt die Weltenesche, die den ganzen Kosmos repräsentiert. Sie heißt dort Yggdrasil und umspannt mit ihrer Krone die Erde und den Himmel mit seinen Sternen. Dieser Weltenbaum wird von Nidhöggr bedrängt, einem Schlagen- oder Drachenwesen, das an der Esche knabbert und so eine Gefahr für alles Leben darstellt.
    Bei der Linde ist die Assoziation mit Lindwurm zwingend, aber auch mit dem Drachentöter Siegfried. Dieser war trotz des Bades im Drachenblut an einer einzigen Stelle verwundbar – ein Lindenblatt, das unbemerkt eine Stelle an der Schulter bedeckte, wurde ihm zum Schicksal. Aber die Linde steht auch für Gutes, sie ist das Symbol für Liebe und Ehe. Junge Männer fanden unter der Dorflinde häufig ihre Liebste.

    Und wofür steht der Apfelbaum? Hat der Holunder etwas mit Frau Holle zu tun? Dies und vieles mehr wird am 17. September ab 14 Uhr offenbart. Die Führung dauert ca. eine Stunde und kostet 2 € zzgl. Eintritt. Treffpunkt ist bei der Museumskasse.


Thema

  • Veranstaltungen Massing

Veranstaltungsort

  • Freilichtmuseum Massing