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Freilichtmuseum Finsterau

Do, 16.06.2005

WASSERZEICHEN - von der Donau bis zur Widra


Ausstellung mit Fotografien von BRUNO MOOSER

Unter Liebhabern und Kennern der Fotografie gilt Bruno Mooser als einer der großen Lichtbildner Niederbayerns. Vor 53 Jahren begann Mooser zu fotografieren und noch immer ist der 79-Jährige mit der Kamera unterwegs. Neuere Aufnahmen des Leica-Fotografen von der niederbayerischen Donau bis hinauf zur Widra, einem wilromantischen Bergbach im Böhmerwald, zeigt das Freilichtmuseum Finsterau vom 16. Juni bis 29. September.

Wasser in all seinen physikalischen Erscheinungsformen und seine Gestaltungskraft in der Landschaft hat Mooser eindrucksvoll eingefangen. „Wasserzeichen“ sind es, die er mit aufmerksamem Blick, visionärer Geduld und großem fotografischen Anspruch festgehalten hat. Strudeltöpfe, Rieselfluren, Hagelkörner oder Eisblumen zeigt er als detailgenauen Mikrokosmos. Andere Wassermotive wie Fließbewegungen, Morgennebel oder Tautropfen rückt er in abstrakte bis mystische Szenerien. Immer bestechen seine Fotografien durch ästhetische Präzision und technische Meisterschaft.

Als Amateurfotograf ist Bruno Mooser ohne große Umschweife zum Fotokünstler geworden. In den 50er bis 80er Jahren gewann er zahlreiche Wettbewerbe und Auszeichnungen. Seit er als Pädagoge 1988 in den Ruhestand trat, hat sein Fotowerk nochmals an Intensität gewonnen und sind viel gelobte Bildbände von ihm erschienen. Als Leica-Fotograf der alten Schule ist Bruno Mooser technisch festgelegt; die Alternative Farbe oder Schwarz-Weiß ließ er sich immer offen. Gerade in der Natur, in die er sich mit zunehmendem Alter immer mehr vertiefte, wurde ihm die Vielfalt an Farbenspielen zu einem wichtigen Gestaltungselement.

Reisen nach Island öffneten Mooser, der bislang hauptsächlich Menschen und Landschaften Niederbayerns dokumentierte, den Blick für Urlandschaften. Diese Begegnung hat ihm auch den Weg gewiesen „zu unseren wenigen verbliebenen Inseln der Natur, die zu erhalten, zu erleben und zu dokumentieren es sich lohnt“, sagt er. Er fand sie an der noch frei fließenden Donau abwärts Straubing und in ihren Auen, an der Ilz und ihren Quellflüssen bis hinauf in die Kammlagen der Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava. Aber auch Pflanzen, Tiere und Menschen, die am und vom Wasser leben, hat er festgehalten, zum Beispiel nässezeigende Wiesenblumen, Reiherportraits im Schilf oder den letzten Donau-Fährmann. Die sehenswerte Ausstellung in Finsterau umfasst vorwiegend großformatig reproduzierte Farbaufnahmen. Seitenblicke auf Moosers Schwarzweißwerk und seine Islandbilder runden das Thema ab.


 
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