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Heiß und knusprig

„Richtiges Bauernbrot backen – das konnten nur die Alten.“ So behaupten heute viele. Doch ganz so einfach lässt sich das nicht sagen. Drum meinen wir: Am besten ist, Sie bilden sich Ihr eigenes Urteil und erleben mit, wie unsere Bäckerinnen im Museum ein vorzügliches Holzofenbrot zaubern – ganz nach alter Manier und ganz in Handarbeit.

Sie wollen dabei zuschauen und auch mal was fragen? Aber sicher! Das ist doch selbstverständlich.

Aus Natursauer, Salz, Wasser, Mehl und Gewürzen, wird nach einem bewährten Rezept der Teig gemacht. Eigentlich genau so, wie es die früheren Bewohner des Rottals und der angrenzenden Gebiete handhabten. Und daher auch eine ziemlich anstrengende, schweißtreibende Angelegenheit!

Rechtzeitig zuvor wird der alte Steinbackofen angeheizt, in dem dann große Holzscheite knackend und rotglühend gut zwei Stunden lang brennen, damit sich Sohle und Gewölbe richtig aufheizen. Ist die Ofenwand innen weiß, wissen die Bäckerinnen, dass es nun heiß genug zum Backen ist. Glut und Asche werden abgezogen und die Backfläche gesäubert. Erst jetzt kann man die vorgeformten Brotlaibe einschießen.

Wieder müssen fast zwei Stunden vergehen, bevor das Ergebnis der ganzen Plagerei begutachtet werden kann: Auch wenn sich das krustige Brot schon vorher durch einen verführerisch schmackhaften Duft ankündigt, ist es doch jedes Mal wieder spannend, wenn der erste, noch vor Hitze knisternde Laib herausgeholt und geprüft wird. Trotz aller Routine freuen sich unsere Backfrauen jedes Mal sehr, wenn das Ergebnis ihren Erwartungen entspricht: ihr Lohn für eine von großem Idealismus getragene Arbeit.

Aber natürlich sollen auch die Museumsbesucher davon profitieren: Fast fünf Stunden nach Arbeitsbeginn können sie das frische Brot direkt vom Ofen weg kaufen. Vorbestellungen, auch per Telefon, werden an der Museumskasse entgegengenommen.

Ein besonderes Schmankerl, unsere „Glut-Zeltn“, sollen nicht unerwähnt bleiben. Sie gibt´s am Backtag zwischen 10.30 und 11 Uhr knusperfrisch direkt vom Ofen. Diese kleinen Brotfladen macht man aus dem übrig gebliebenen Teig und während der kurzen Abkühlungsphase des Backraums vor dem Einschießen der Laibe. Dick mit Butter bestrichen sind sie ein wahrer Gaumengenuss! Doch Obacht: Eine heiße Angelegenheit und begrenzter Vorrat!

Was bieten wir zu diesem Thema sonst noch an?

Kinder- und Jugendgruppen können nach Voranmeldung und gegen einen Unkostenbeitrag während des Backens noch selber buttern. Zum erfolgreichen Abschluss dieser Aktion gibt’s frisches Schnittlauchbrot.
 
   
   
 
 
Ort
Schusteröderhof
Freilichtmuseum Massing
 
 
Datum
von Mai bis September
jeden Mittwoch und jeden 1. Samstag im Monat
Uhrzeit
ab 9 Uhr
Brotverkauf
13:30 bis 14:30 Uhr,
Vorbestellung unter
fon (08724) 9603-14
Preis
1,5 kg Steinofenbrot: 5,50 Euro
Anmeldung für Gruppen
telefonisch bei unserer Museumsbäckerin
Roswitha Klingshirn,
fon (08724) 9603-15
oder per eMail
 
 
Downloads
Flyer
  Leben im Museum
(PDF)
 

 
   
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