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Rinnen muss er auch heute noch, der Schweiß,

wenn Eisen durch Handarbeit und Feuer in Form gebracht werden soll.

Jahrhunderte lang plagten sich zahllose Dorfschmiede, um mit ihrer Handwerkskunst aus ungeschlachtem Roheisen eine kaum mehr vorstellbare Vielfalt von Dingen des täglichen Gebrauchs herzustellen. Bauern, Handwerker und natürlich Privatleute waren auf das technische Können dieser Fachmänner angewiesen. Fast kein Bereich des vorindustriellen Lebens in Land und Stadt wollte, ja konnte auf die Erzeugnisse der Schmiede verzichten. Dementsprechend führte die Entwicklung im Laufe der Zeit zu zahlreichen Spezialisierungen im Schmiedehandwerk, die in eigenständigen Berufszweigen endete. Man denke nur an das breite Produktspektrum, etwa vom Nagel zur Rüstung, vom Hufeisen zum Radreifen, vom Fensterbeschlag zum Türschloss, von der Schaufel zur Mistgabel oder von der Kette zum Pflug.

Einem der letzten Dorfschmiede in der Region, die ihr Handwerk noch von der Pike auf gelernt haben, kann man im Freilichtmuseum Finsterau über die Schulter schauen:

Im Zeitraum von März bis Oktober, jeweils dienstags von 13 bis 16 Uhr , lässt Franz Lenz interessierte Besucher am Entstehungsprozess kleiner handgeschmiedeter Gegenstände teilhaben. In der alten Schmiede aus Grattersdorf (Lkr. Deggendorf) zeigt er an seinem heißen und rußigen Arbeitsplatz, wie vor dem Erscheinen des Industrieroboters Eisen in Form gebracht wurde. Und wer will, kann sich für einen geringen Obulus brandheiß ein kleines Hufeisen oder ein paar Nägel schmieden lassen und als Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen.

 
 
 
Ort
Dorfschmiede
Freilichtmuseum Finsterau
 
 
Datum
von März bis Oktober
jeden Dienstag
Uhrzeit
13 bis 16 Uhr
Preis
im Eintrittspreis enthalten
Auskunft
erhalten Sie bei der Museumsverwaltung,
fon (08557) 9606-0
oder per eMail
 





 
     
   
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